Vor dem Hintergrund, dass irische Investoren im Jahr 2007 1,3 Milliarden Euro in den deutschen Gewerbeimmobilienmarkt investiert haben, sehen sich viele dieser Investoren nun einer Konsoldierung oder Restrukturierung ihrer Investitionen gegenüber.
Dabei stehen sie insbesondere vor drei Herausforderungen. Neben der Sicherung von Mieteinnahmen zur Deckung von Zinsen und anderen laufenden Kosten gilt es gleichzeitig ausreichend weitere Geldmittel zu erwirtschaften, um einem Notverkauf der grundsätzlich beständigen Investitionen in Deutschland vorzubeugen, sowie sich drittens vor möglichen Zinserhöhungen und damit einer Gefährdung der Finanzierung zu schützen.
Positiv sind in diesem Zusammenhang die deutschen Banken einzustufen. So ist von einer Kreditvergabe für Investoren mit qualitativ hochwertigen Immobilien(portfolios), gutem Mietermix und stabilem Cashflow auszugehen. Bei Erfüllung der jeweiligen Kreditvergabekriterien kann angenommen werden, dass Banken Darlehen bis zu einem Loan to value von 75% genehmigen und eine Marge i.H.v. ca. 1% auf den Basiszinssatz kalkulieren.
Die OTUS Immobilienmanagement GmbH stellt sich gemeinsam mit irischen Investoren den bestehenden wie zukünftigen Herausforderungen und unterstützt sie bei der Mittelbeschaffung für Investitionen und Refinanzierungen sowie der Umsetzung von Hedge-Portfolios.
Anbei einige Fallbeispiele:
Fallstudie “Swaps und Caps”:
Ein privater Investor kaufte eine Immobilie auf Basis eines Kredites mit einem fest vereinbarten Festzinssatz in Höhe von 6,5 Millionen Euro. Wir verhandelten für diesen Investor einem Wechsel von festverzinslicher auf variable Rückzahlung, wodurch eine signifikante Zinskostenreduktion herbeigeführt werden konnte. Außerdem vereinbarten wir ein festgeschriebenes Zinsmaximum, um eine Absicherung gegen möglicherweise ansteigende variable Zinsraten zu gewährleisten. Bei einem Cap-Darlehen ist der Zinssatz nur auf wenige Monate festgesetzt und wird anhand eines kurzfristigen Zinssatzes (z.B. nach dem EURIBOR) angepasst. Gegen einen deutlichen Zinsanstieg ist das Darlehen abgesichert, indem eine Zinsobergrenze vereinbart wird. Ein Cap ist ein Vertag zwischen dem Kunden und dem Aussteller, bei dem sich der Aussteller bereiterklärt, den Kunden zu entschädigen, falls ein Anstieg des Zinssatzes über ein vereinbartes Limit eingetreten ist. Da es sich um ein Versicherungsprodukt handelt, zahlt der Käufer dem Aussteller für diese Absicherung eine zusätzliche Gebühr vorab.
Unser Kunde zahlt auf Basis der neuen Vereinbarung bis 2018 nun den dreimonatige Euribor Satz mit einer Marge i.H.v. 0,75% sowie einem Cap von 5,75 %.
Fallstudie “Refinanzierung”:
Ein irisches Konsortium wollte seinen Mitte 2011 auslaufenden Kredit zu günstigeren und marktkonformen Konditionen verlängern. Wir verhandelten im Sinne unseres Kunden die Darlehensprolongation auf Basis eines Festzinssatzes von ca. 4% bis in Jahr 2016. Durch die erfolgreiche Darlehensprolongation konnte das Konsortium an seine Investoren eine Ausschüttung auf das eingezahlte Eigenkapital vornehmen und ein möglichen Objektverkauf (Notverkauf) mit erheblichem Verlust abgewendet werden.
Fallstudie “Rückführung”:
Ein Mieter wollte seinen Mietvertrag vier Jahre vor Ende auflösen. Im Aufrag des Investors (und gleichzeitig Vermieters) verhandelten wir eine Einmalzahlung, die der Gesamtmiete für vier Jahre entsprach. Mit der Einmalzahlung konnte ein Teil des Darlehens vorzeitig zurückgezahlt und somit das aufgenommene Darlehen insgesamt verringert werden.
Die englische Version dieser News ist auch im Irish Independent online erschienen (siehe Irish Independent).